Links: Bô Yin Râs Hände, rechts: Bô Yin Râ in späteren Jahren
links: Golf von Itea (1) von Bô Yin Râ, © Deutsche Bô Yin Râ-Stiftung, rechts: Das Glöcklein von Bô Yin Râ, © Deutsche Bô Yin Râ-Stiftung
Donnerstag, 28. Mai 2026 / 17:00 Uhr Barockhaus, Neißstr. 30, Görlitz
Eröffnung der Sonderausstellung „Bô Yin Râ. Das geistige Lehrwerk”
Anlässlich des 150. Geburtstages des Schriftstellers und Malers Joseph Anton Schneiderfranken widmet sich die Sonderausstellung den Büchern, die er unter seinem geistigen Namen Bô Yin Râ veröffentlichte. Bô Yin Râ erkannte, dass jeder Mensch das göttliche Prinzip in sich trägt und es auf dem Weg der geistigen Selbsterkenntnis entdecken kann. Sein umfangreiches geistiges Lehrwerk, von dem zwölf Bände während seiner Zeit in Görlitz erschienen, dient als Wegweiser auf diesem Pfad. Die Ausstellung stellt alle 32 Bände des geistigen Lehrwerks vor.
Bô Yin Râ, Das Buch vom Glück (Erstausgabe), 1920, GÖSAM, Fotograf: Kai Wenzel
Presseartikel:
https://www.goerlitz.de/news/detail/2456-BO-YIN-RA-Das-geistige-Lehrwerk-Neue-Sonderausstellung-vom-28-Mai-bis-4-Oktober-2026-in-der-Schatzkammer-des-Barockhauses-Goerlitz
Fotos: Dr. Christian Hintz
https://www.alles-lausitz.de/ueber-b-yin-rs-spirituelles-erwachen1.html
https://www.goerlitz.de/news/detail/2456-BO-YIN-RA-Das-geistige-Lehrwerk-Neue-Sonderausstellung-vom-28-Mai-bis-4-Oktober-2026-in-der-Schatzkammer-des-Barockhauses-Goerlitz
https://www.goerlitzer-sammlungen.de/Bo-Yin-Ra-geistiges-Lehrwerk.html
https://www.trier-rundschau.de/artikel/317390638
https://www.goerlitz.de/Infos_Meldungen.html
https://www.instagram.com/p/DYpggkUmQI5
https://www.kulturportal.de/de_DE/kalender/ausstellungseroeffnung-bo-yin-ra-das-geist.18007282
ANMERKUNGEN ZUM LEHRWERK VON BÔ YIN RÂ, Literaturhaus Alte Synagoge, Obermarkt 17, Görlitz
Ausgehend von den drei Kapiteln „Karma“, „Die Lehre“ und „Magie“,
welche als gesprochene Hörstücke von Ronald Steckel Teil der Sonderausstellung
„Bô Yin Râ: Das geistige Lehrwerk“ sind, laden Klaus Weingarten und Jörg Heidemann alle Interessierten zum Gedankenaustausch in offener Runde ein.
Die Veröffentlichung des 32-bändigen Lehrwerks „Hortus Conclusus” begann 1919 von Görlitz aus und wurde 1936 vollendet. 1937 wurden alle Schriften in Deutschland verboten. Begleitetet von drei gesprochenen Kapiteln in Büchern aus Bô Yin Râs Zeit in Görlitz wollen wir in das Werk eintauchen und ergänzend Hintergründe zur Entstehung nennen sowie die damalige Rezeption beleuchten.
„Joseph Anton Schneiderfranken und Gustav Meyrink” im Literaturhaus Alte Synagoge, Obermarkt 17, Görlitz
In seinem Vortrag mit anschließender, offener Diskussionsrunde, beleuchtet Klaus Weingarten den Austausch bzw. die spannende Kreuzung der Lebenswege dieser beiden Persönlichkeiten.
So reiste Gustav Meyrink im Jahre 1917 nach Görlitz, um Joseph Anton Schneiderfranken persönlich kennenzulernen und schrieb zwei Jahre später das Vorwort zu der ersten Veröffentlichung des Lehrwerks „Das Buch vom lebendigen Gott".
Der Gegenbesuch Schneiderfrankens in Starnberg ist auf das Jahr 1920 datiert. Eine gemeinsame Zusammenarbeit während des Görlitzer Jakob-Böhme-Bundes dokumentieren zudem historische Zeitungsartikel.
Organisation Klaus Weingarten und Jörg Heidemann
Recherchiert und organisiert von Klaus Weingarten in Zusammenarbeit mit Dr. Eberhard Thom (Deutsche Bô Yin Râ Stiftung)
In dieser ambitionierten Ausstellung werden hochwertige Reproduktionen von Werken Bô Yin Râs zu sehen sein, deren Originale an gleichem Ort - im gleichen Raum im Jahre 1919 ausgestellt waren. Im zweiten Raum werden dann die Abbildungen, sogenannte Museumsdrucke geistlicher Bilder Bô Yin Râs, ausgestellt.
Außerdem soll die Ausstellung einem Filmprojekt über Bô Yin Râ dienen, das von Klaus Weingarten, Hauke Johanna Gerdes und Jan Kortheuer initiiert wurde, um den Beginn des Jakob-Böhme-Bundes, der sich durch Schneiderfrankens Einzelausstellung von 1919 eröffnete, nachvollziehen zu können.
Der Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben
Veit-Johannes Stratmann wird den ersten Bild-Vortrag einer länger konzipierten Vortragsreihe halten, die zum Thema hat, das, was Bô Yin Râ „eine Art neue Sakralkunst“ nannte, exemplarisch aufzudecken.
Offene Diskussion mit Veit-Johannes Stratmann, Der Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben
Auf dieser Veranstaltung wird Klaus Weingarten "Das Buch vom lebendigen Gott" von Bô Yin Râ , gelesen von Ronald Steckel, vorstellen:
"In diesem Jahr gedenken wir dem 150. Geburtsjahr von Joseph Anton Schneiderfranken (Bô Yin Râ) in Görlitz. Er lebte hier von 1917 bis 1923, wurde 1919 zum 1. Vorsitzenden des hiesigen Kunstvereins bestimmt und gründete 1920 die Künstlervereinigung Jakob-Böhme-Bund, die sich in allen Kunstrichtungen ausdrückte. Ihm war bei seiner kulturellen Arbeit bewusst, dass die bleibenden, wertvollen Wirkungen von Literatur und Musik sich im Leben einer Gesellschaft nur dann zu voller Blüte entfalten können, wenn zugleich die bildenden Künste mit gleicher Intensität gepflegt werden. Die Vervollständigung der künstlerischen Disziplinen während dieser Zeit stellt sowohl den Schlüssel als auch das Geheimnis des Jakob-Böhme-Bundes zum Aufstieg der Stadt zu einer Kunstmetropole von großer geistiger Strahlkraft dar.
Ebenfalls aus Görlitz begann er 1919 ein 32-bändiges metaphysisches Lehrwerk zu veröffentlichen, das Anfang der 30er Jahre eine Auflage von über einer Millionen Leser fand, ehe es 1937 verboten wurde.
Aus diesem geistigen Lehrwerk wollen wir das Kapitel: „Die Magie des Wortes” aus „Das Buch vom Lebendigen Gott”, gelesen von Ronald Steckel, vorstellen."
Den Almanach stellt die Schriftleitung als kostenlosen Download hier zur Verfügung.
Die Internetseite der vorliegenden Webseite lautet: www.jakob-boehme-bund.de
Weil im Internet Umlaute wie zum Beispiel ein ö immer noch zu großen technischen Schwierigkeiten führt, hatten wir uns dazu entschieden, den von uns verehrten Jakob Böhme mit oe zu schreiben, ungeachtet dessen, dass er von einigen Anderen, wohl auch früher schon mit c also: Jacob Böhme geschrieben wurde.
Um nunmehr aber alle Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen, möchten wir hiermit mitteilen, dass entschieden wurde, dass der geschriebene Name des Bundes ab sofort wie folgt lautet:
Jakob-Böhme-Bund
also mit Bindestrichen, so wie es auch von den Gründungsvätern in den 20-iger Jahren des letzten Jahtrhunderts gehandhabt wurde und wie es dann im wesentlichen der Webadresse (ausser dem oe) auch entspricht.
Samstag, 13. September 2025 von 12-14 Uhr, Plenum zum Jakob-Böhme-Bund "Filmprojekt" auf Gleis 1, ideenfluß e.V., KulTourPunkt Bahnhof Görlitz, Bahnhofstraße 76, 02826 Görlitz, 03581/ 6613838, [email protected], präsentiert von ideenfluss e. V. und Jakob Böhme Bund
Veit-Johannes Stratmann, "Nicht Ich, der ich der Ich bin, Jakob Böhme, Graphit auf Himalayapaier, ca. 17 x 13 cm, 2022
Auf Anfrage des stellvertretenden Museumsleiter Herrn Kai Wenzel und dem 1. Vorsitzenden des Fördervereins Freunde der Görlitzer Sammlungen, Herrn Wolfgang Möller ist die Zeichnung Jakob Böhmes, die auf der Ausstellung "Für die Unsrigen - ein Impuls" zu sehen war, in den Besitz der Görlitzer Sammlungen übergegangen.
„Sakralkunst“ war ein zentraler Begriff im Jakob-Böhme-Bund, der von Joseph Anton Schneiderfranken und Fritz Neumann-Hegenberg in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts in Görlitz gegründet wurde. Der Kunsthistoriker Kai Wenzel* aus Görlitz schreibt dazu:
„Zunächst denken viele bei diesem Begriff an die christliche Kunst, also an Darstellungen der Kreuzigung Christi oder eine Mariendarstellung. So eng ist das aber beim Jakob-Böhme-Bund nicht gemeint gewesen. Eigentlich müsste man eher von einer geistigen oder spirituellen Kunst sprechen, die eine größtmögliche Offenheit in der Ausdeutung lässt. Und das ist auch in den Arbeiten des Bundes zu erkennen. Es werden Themen der Weltreligionen aufgegriffen, dann wieder steht das Kosmische als der große Rahmen für das menschliche Dasein im Mittelpunkt oder auch das Verhältnis des Menschen zu Gott.” Schneiderfranken schreibt in seinem Text „Der Jakob-Böhme-Bund” zur Sakralkunst: „Man war sich von vornherein darüber klar, daß man wohl ein solch hohes Ziel brauche, daß es aber der hingebendsten Arbeit mancher Jahre erst vorbehalten sein könne, dieses Ziel auch zu erreichen! – Da die Arbeit dieser kommenden Jahre aber fruchtlos werden müßte, geschähe sie sozusagen „hinter dem Rücken des Publikums”: so ergab es sich von selbst, daß jährliche Ausstellungen in Görlitz und in den wichtigeren deutschen Kunstzentren beschlossen wurden, auch um zu zeigen, daß Görlitz in der Reihe der deutschen Städte, in denen neuere künstlerische Bestrebungen am Werke sind, durchaus nicht die letzte Stelle einzunehmen gesonnen sei. –” (Zitat Ende)
Die ausstellenden Künstler haben einen engen Bezug zu Jakob Böhme oder Bô Yin Râ, in den häufigsten Fällen zu beiden. Einzelne Arbeiten der Künstler wurden durch Ronald, Steckel, Hauke Johanna Gerdes und Klaus Weingarten in den Magischen Blättern publiziert. Das ehemalige Anliegen des Bundes soll nun heute durch die zeitgenössische Kunst befragt und untersucht werden.
*Kai Wenzel ist der stellvertretende Direktor der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur
Teilnehmende Künstler der Ausstellung: Für die Unsrigen, in Memoriam Ronald Steckel, kuratiert und organisiert von Ronald Steckel, Klaus Weingarten und Hauke Johanna Gerdes und Veit-Johannes Stratmann
> Hermann Speth
Ronald Steckel liest: "Die Fahrt auf dem Meere" von Bô Yin Râ
Ronald Steckel liest: "Zeichenmagie" von Bô Yin Râ
Ronald Steckel liest: "Magie der Zeichen" von Bô Yin Râ
Keine Beschränkungen zur Teilnahme, die Künstler-innen sind anwesend, Künstlerische Freiheit und Offenheit, frei von den Zwängen eines festen Manifests, prägen sowohl den historischen als auch den heutigen Jacob Böhme Bund. Die präsentierten künstlerischen Arbeiten des im Juli 2020 wiederbegründeten Jacob Böhme Bundes rücken das Kosmische als Rahmen des menschlichen Daseins in den Mittelpunkt oder beleuchten das Verhältnis des Menschen zu Gott. Alle gezeigten Künstler stehen in einer persönlichen Beziehung zu den Schriften von Bô Yin Râ und Jakob Böhme. Diese erste Ausstellung des wiederbegründeten Jakob-Böhme-Bundes soll als Auftakt für die versammelten Künstler dienen, um in einen ersten gemeinsamen Austausch bezüglich des ursprünglich hohen Ziel der Sakralkunst zu treten und soll dem Besucher die verschiedenen Ansätze im Künstlergespräch näher bringen.
links: Abbildung Werdende Welten von Bô Yin Râ, (Stiftung Bô Yin Râ, Schweiz) , rechts: Betrachtung zweier Formen durch Bildbearbeitung
Der Lichtbild Vortrag beinhaltet eine tiefe Betrachtung über die Wirkungsweise des geistlichen Bildes „Werdende Welten“ des Malers Bô Yin Râ, welches er auf der ersten Ausstellung des Jakob-Böhme-Bundes 1921 in Görlitz einmalig ausstellte. Der Vortrag hat sich zum Ziele gesetzt herauszuarbeiten, warum es sich bei diesem Maler um eine noch unerkannte Größe in der Kunstgeschichte handelt, die auch angesichts von Spitzenleistungen in der bildenden Kunst neue Maßstäbe setzt.
Ort: Literaturhaus Alte Synagoge, Langenstraße 24, Eingang Obermarkt 17, Görlitz
Porträts und Illustrationen aus drei Jahrhunderten
24. April bis 12. Oktober 2025 im Graphischen Kabinett des Barockhauses
Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur, Kulturhistorisches Museum Görlitz, Barockhaus Neißstraße 30
eine Auswahl der vertrtenen Exponate: links: Jacob Boheem_Jan Casper Philips_1690-1755_1744 Kupferstich, mittig: Ausschnitt Bildnis Jacob Böhmes mit allegorischer Rahmung Nicolaus Häublin (1645–1687) und Allardus Wekker (tätig in den 1670er Jahren) 1677, Kupferstich und Radierung und Pinsel in Wasserfarben über Grafit, erworben 2015 mit der Spende von Ilse Kirstein und mit Unterstützung der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen
Sonderausstellung im Graphischen Kabinett - Von Jacob Böhme ist kein authentisches Bildnis überliefert, sondern nur eine knappe Beschreibung seines Aussehens. Sie inspirierte Künstler seit dem 17. Jahrhundert zu Porträtdarstellungen. Stets imaginär, prägen diese verschiedenen Gesichter Jacob Böhmes bis heute unsere Vorstellung vom Aussehen des berühmten Mystikers. Neben Porträtgrafiken zeigt die Ausstellung auch druckgrafische Illustrationen zu Böhmes Werken.
Morgenröte im Aufgang – Hommage à Jacob Böhme, Deutschland 2015, 82 min., mit polnischen Untertiteln, nootheater & Organisation zur Umwandlung des Kinos, ein Film von Max Hopp, Jan Korthäuer, Ronald Steckel und Klaus Weingarten. Weitere Infos hier...
Ein primäres Ziel des Jakob-Böhme-Bundes (1920-1924) in Görlitz bestand in der Förderung von jungen Künstlern aller künstlerischen Disziplinen. Es galt, das geistige Klima und die bestmöglichen Wachstumsbedingungen für die künstlerische Entwicklung junger Künstler zu schaffen. Der wiederbegründete Jakob-Böhme-Bund möchte diesen zerrissenen Faden in Görlitz wieder aufnehmen. Der Gründer und Maler Joseph Anton Schneiderfranken stand als fördernder Pate für den jungen Künstler Willy Schmidt zur Seite. Von der Kunstgewerbeschule, an der auch der zweite Mitbegründer Fritz Neumann-Hegenberg lehrte, wurden die jungen Studenten Walter Deckwarth und Hanns Weikert von Schneiderfranken in den Jakob-Böhme-Bund geholt. Im Alter von zwanzig Jahren hielt der Musiker Hans Heinz Stuckenschmidt zu der ersten Ausstellung der Bildenden Kunst des Jakob-Böhme-Bundes 1921 den Vortrag „Über das Problem der neuen Musik”. Schon in jungen Jahren setzte sich Ludwig Kunz für das Kulturleben der Stadt Görlitz ein. Er gründete von der literarischen Sektion des Jakob-Böhme-Bundes ausgehend den Kulturkreis „Freie Gruppe Die Lebenden” und gab dazu 1923–1931 das Flugblatt „Die Lebenden” heraus. Der Titel betonte den Gegensatz zu den konservativen Geistern, die sich auf kanonische, verstorbene Künstler beriefen. So war es Leitfaden der Publikation, dass bereits anerkannte Literaten hier junge und talentierte, zuvor noch unbekannte Autoren vorstellten, die somit zugleich ihre ersten Arbeiten publizieren konnten. Das zweite offene Plenum des Jakob- Böhme-Bundes soll sich der Frage widmen, wodurch für junge Künstler in Polen und Deutschland wieder ein solches. förderndes geistiges und künstlerisches Klima entstehen könnte, wie dieses vor hundert Jahren in Görlitz bereits schon einmal existierte. Die Veranstaltung richtet sich an junge Teilnehmer, die ihre Ideen einbringen wollen, sowie an Ältere, die Erfahrung und Rat teilen möchten.
»Die Ziele des Jakob-Böhme-Bundes spiegeln Sehnsüchte wider, die man zum Teil auch in der Gegenwart wiederfindet«
Kurator und Kunsthistoriker Kai Wenzel im Gespräch zur Sonderausstellung von 2024 »Die Suchenden. Die Kunst des Jakob-Böhme-Bundes«