Jubiläum zum 150. Geburtstag von Bô Yin Râ

Links: Bô Yin Râs Hände, rechts: Bô Yin Râ in späteren Jahren

Wir freuen uns, dass im Jubiläumsjahr 2026 zu Ehren Bô Yin Râs eine Ausstellung zum Lehrwerk in Görlitz vorbereitet wird. Sie wird vom 28. Mai bis zum 4. Oktober 2026 in der Schatzkammer der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften im Barockhaus, Neißstraße 30, stattfinden und wird von dem stellvertretenden Direktor der Görlitzer Sammlungen Kai Wenzel kuratiert.  

 

Eine Rekonstruktion der Gemäldeausstellung von Josef Schneiderfranken, die  im Jahre 1919 in Görlitz stattfand, wird am gleichen Ort wie vor über hundert Jahren im heutigen Dom Kultury in Zgorzelec zu sehen sein. 

Die Ausstellung beginnt am 27. November 2026 und dauert bis zum 14. Februar 2027 (Projektleitung: Klaus Weingarten).

 

Die Kulisse der Ausstellung wird zudem einem Filmprojekt von Hauke Johanna Gerdes, Klaus Weingarten und Jan Kortheuer diene und damit der Beginn des Jakob-Böhme-Bundes, der sich durch Schneiderfrankens Einzelausstellung von 1919 eröffnete, nachvollzogen. 

 

Begleitend zu den beiden Ausstellungen versuchen wir in weiteren Veranstaltungen das Lehrwerk und malerische Schaffen in Görlitz näher zu bringen. Weitere Informationen werden hier rechtzeitig bekannt gegeben.

links: Golf von Itea (1) von Bô Yin Râ, © Deutsche Bô Yin Râ-Stiftung,  rechts: Das Glöcklein von Bô Yin Râ, © Deutsche Bô Yin Râ-Stiftung 


19. Dezember 2025

Almanach der Magischen Blätter Dezember 2025

Noch vor Weihnachten war es Klaus Weingarten und Hauke Johanna Gerdes durch die Mithilfe von  Autoren und vielen freiwilligen Mitarbeitern gelungen, den Almanach der Magischen Blätter noch gerade rechtzeitig auf die Gabentische zu bringen. Das war uns allen eine große Freude. Den Almanach stellen wir nun hier als kostenlosen Download zur Verfügung. 

 

DRUCK 1.12.2025 NEUReferenz Almanach der Magischen Blätter 2026~05.pdf (93 MB)
Freigabelink

10. Januar 2026

Die Namensgebung des Jakob-Böhme-Bundes

Die Internetseite der vorliegenden Webseite lautet: www.jakob-boehme-bund.de

 

Weil im Internet Umlaute wie zum Beispiel ein ö immer noch zu großen technischen Schwierigkeiten führt, hatten wir uns dazu entschieden, den von uns verehrten Jakob Böhme mit oe zu schreiben, ungeachtet dessen, dass er von einigen Anderen, wohl auch früher schon mit c also: Jacob Böhme geschrieben wurde. 

 

Um nunmehr aber alle Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen, möchten wir hiermit mitteilen, dass entschieden wurde, dass der geschriebene Name des Bundes ab sofort wie folgt lautet: 

 

Jakob-Böhme-Bund

 

also mit Bindestrichen, so wie es auch von den Gründungsvätern in den 20-iger Jahren des letzten Jahtrhunderts gehandhabt wurde und wie es dann im wesentlichen der Webadresse (ausser dem oe) auch entspricht. 


Plenum zum Jakob-Böhme-Bund "Filmprojekt"

13. September 2025, 12-14 Uhr

Samstag, 13. September 2025 von 12-14 Uhr, Plenum zum Jakob-Böhme-Bund "Filmprojekt" auf Gleis 1, ideenfluß e.V., KulTourPunkt Bahnhof Görlitz, Bahnhofstraße 76, 02826 Görlitz, 03581/ 6613838, info@ideenfluss.com, präsentiert von ideenfluss e. V. und Jakob Böhme Bund


Jakob Böhme Zeichnung wandert von Zgorzelec nach Görlitz

Veit-Johannes Stratmann, "Nicht Ich, der ich der Ich bin, Jakob Böhme, Graphit auf Himalayapaier, ca. 17 x 13 cm, 2022

 

Auf Anfrage des stellvertretenden Museumsleiter Herrn Kai Wenzel  und dem 1. Vorsitzenden des Fördervereins Freunde der Görlitzer Sammlungen, Herrn Wolfgang Möller ist die Zeichnung Jakob Böhmes, die auf der Ausstellung Für die Unsrigen - ein Impuls zu sehen war, in den Besitz der Görlitzer Sammlungen übergegangen.  


Für die Unsrigen - ein Impuls

in Memoriam Ronald Steckel, 11.4.2025 - 8.6.2025

Eröffnung am 11. 4. 2025 um 18.30 Uhr, Begrüßung: Frau Barbara Szutenbach (Dom kultury) , Klaus Weingarten, Hauke Johanna Gerdes und Veit-Johannes Stratmann, Ort: Miejski Dom Kultury, ul. Parkowa 1, 59-900 Zgorzelec (Oberlausitzer Gedenkhalle)


Was die Ausstellung beabsichtigt

 

„Sakralkunst“ war ein zentraler Begriff im Jakob-Böhme-Bund, der von Joseph Anton Schneiderfranken und Fritz Neumann-Hegenberg in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunder in Görlitz gegründet wurde. Der Kunsthistoriker Kai Wenzel* aus Görlitz schreibt dazu: 

 

„Zunächst denken viele bei diesem Begriff an die christliche Kunst, also an Darstellungen der Kreuzigung Christi oder eine Mariendarstellung. So eng ist das aber beim Jakob-Böhme-Bund nicht gemeint gewesen. Eigentlich müsste man eher von einer geistigen oder spirituellen Kunst sprechen, die eine größtmögliche Offenheit in der Ausdeutung lässt. Und das ist auch in den Arbeiten des Bundes zu erkennen. Es werden Themen der Weltreligionen aufgegriffen, dann wieder steht das Kosmische als der große Rahmen für das menschliche Dasein im Mittelpunkt oder auch das Verhältnis des Menschen zu Gott.” Schneiderfranken schreibt in seinem Text „Der Jakob-Böhme-Bund” zur Sakralkunst: „Man war sich von vornherein darüber klar, daß man wohl ein solch hohes Ziel brauche, daß es aber der hingebendsten Arbeit mancher Jahre erst vorbehalten sein könne, dieses Ziel auch zu erreichen! – Da die Arbeit dieser kommenden Jahre aber fruchtlos werden müßte, geschähe sie sozusagen „hinter dem Rücken des Publikums”: so ergab es sich von selbst, daß jährliche Ausstellungen in Görlitz und in den wichtigeren deutschen Kunstzentren beschlossen wurden, auch um zu zeigen, daß Görlitz in der Reihe der deutschen Städte, in denen neuere künstlerische Bestrebungen am Werke sind, durchaus nicht die letzte Stelle einzunehmen gesonnen sei. –” (Zitat Ende)

 

Die ausstellenden Künstler haben einen engen Bezug zu Jakob Böhme oder Bô Yin Râ, in den häufigsten Fällen zu beiden und die Auswahl dieser Künstler, die in den letzten vier Jahren in Magische Blätter publiziert wurden, hat lange Zeit in Anspruch genommen, an der Ronald Steckel noch teilgenommen hat. Das ehemalige Anliegen des Bundes soll nun heute durch die zeitgenössische Kunst befragt und untersucht werden.

 

*Kai Wenzel ist der stellvertretende Direktor der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur

Teilnehmende Künstler der Ausstellung: Für die Unsrigen, in Memoriam Ronald Steckel, kuratiert und organisiert von Ronald Steckel, Klaus Weingarten und Hauke Johanna Gerdes und Veit-Johannes Stratmann


In Memoriam Ronald Steckel (*1945-2024)

Ronald Steckel  liest

Ronald Steckel liest: "Die Fahrt auf dem Meere" von Bô Yin Râ

Ronald Steckel liest: "Zeichenmagie" von Bô Yin Râ

Ronald Steckel liest: "Magie der Zeichen" von Bô Yin Râ


Offenes Plenum zum Jakob-Böhme-Bund

Dom kultury, Samstag, 12. April 2025 um 11 Uhr

Keine Beschränkungen zur Teilnahme, die Künstler-innen sind anwesend, Künstlerische Freiheit und Offenheit, frei von den Zwängen eines festen Manifests, prägen sowohl den historischen als auch den heutigen Jacob Böhme Bund. Die präsentierten künstlerischen Arbeiten des im Juli 2020 wiederbegründeten Jacob Böhme Bundes rücken das Kosmische als Rahmen des menschlichen Daseins in den Mittelpunkt oder beleuchten das Verhältnis des Menschen zu Gott. Alle gezeigten Künstler stehen in einer persönlichen Beziehung zu den Schriften von Bô Yin Râ und Jacob Böhme. Diese erste Ausstellung des wiederbegründeten Jacob Böhme Bund soll als Auftakt für die versammelten Künstler dienen, in einen ersten gemeinsamen Austausch zu treten, zu dem ursprünglichen hohen Ziel der Sakralkunst des Jakob-Böhme-Bundes und soll dem Besucher der Ausstellung die verschiedenen Ansätze im Künstlergespräch näher bringen. 


Die Struktur in den geistlichen Bildern des Malers Bô Yin Râ

Werdende Welten - ein Vortrag von Veit-Johannes Stratmann am Samstag den  12. April 2025 um 16 Uhr

links oben: Abbildung Werdende Welten von Bô Yin Râ, rechts oben:  Betrachtung zweier Formen auf dem Gemälde durch Bildbearbeitung 

Der Lichtbild Vortrag beinhaltet eine tiefe Betrachtung über die Wirkungsweise des geistlichen Bildes „Werdende Welten“ des Malers Bô Yin Râ, welches er auf der ersten Ausstellung des Jakob-Böhme-Bundes 1921 in Görlitz einmalig ausstellte. Der Vortrag hat sich zum Ziele gesetzt herauszuarbeiten, warum es sich bei diesem Maler um eine noch unerkannte Größe in der Kunstgeschichte handelt, die auch angesichts von Spitzenleistungen in der bildenden Kunst neue Maßstäbe setzt.

 

Ort: Literaturhaus Alte Synagoge, Langenstraße 24, Eingang Obermarkt 17, Görlitz


»Die Gesichter Jacob Böhmes« Porträts und Illustrationen aus drei Jahrhunderten

Ausstellung | 24.06.2025-12.10.2025

Porträts und Illustrationen aus drei Jahrhunderten

24. April bis 12. Oktober 2025 im Graphischen Kabinett des Barockhauses

Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur, Kulturhistorisches Museum Görlitz, Barockhaus Neißstraße 30

 

eine Auswahl der vertrtenen Exponate: links: Jacob Boheem_Jan Casper Philips_1690-1755_1744 Kupferstich, mittig: Ausschnitt Bildnis Jacob Böhmes mit allegorischer Rahmung Nicolaus Häublin (1645–1687) und Allardus Wekker (tätig in den 1670er Jahren) 1677, Kupferstich und Radierung und Pinsel in Wasserfarben über Grafit, erworben 2015 mit der Spende von Ilse Kirstein und mit Unterstützung der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen

Sonderausstellung im Graphischen Kabinett - Von Jacob Böhme ist kein authentisches Bildnis überliefert, sondern nur eine knappe Beschreibung seines Aussehens. Sie inspirierte Künstler seit dem 17. Jahrhundert zu Porträtdarstellungen. Stets imaginär, prägen diese verschiedenen Gesichter Jacob Böhmes bis heute unsere Vorstellung vom Aussehen des berühmten Mystikers. Neben Porträtgrafiken zeigt die Ausstellung auch druckgrafische Illustrationen zu Böhmes Werken. 


Morgenröte im Aufgang – Hommage à Jacob Böhme

Vorführung 7. Juni 2025 um 15 Uhr, Oberlausitzer Gedenkhalle

Morgenröte im Aufgang – Hommage à Jacob Böhme, Deutschland 2015, 82 min., mit polnischen Untertiteln, nootheater & Organisation zur Umwandlung des Kinos, ein Film von Max Hopp, Jan Korthäuer, Ronald Steckel und Klaus Weingarten. Weitere Infos hier...


2. Plenum zum JAkob-Böhme-Bund

Sonntag, 8. Juni 2025, 14 Uhr

Ein primäres Ziel des Jakob-Böhme-Bundes (1920-1924) in Görlitz bestand in der Förderung von jungen Künstlern aller künstlerischen Disziplinen. Es galt, das geistige Klima und die bestmöglichen Wachstumsbedingungen für die künstlerische Entwicklung junger Künstler zu schaffen. Der wiederbegründete Jakob-Böhme-Bund möchte diesen zerrissenen Faden in Görlitz wieder aufnehmen. Der Gründer und Maler Joseph Anton Schneiderfranken stand als fördernder Pate für den jungen Künstler Willy Schmidt zur Seite. Von der Kunstgewerbeschule, an der der zweite Mitbegründer Fritz Neumann-Hegenberg lehrte, wurden die jungen Studenten Walter Deckwarth und Hanns Weikert von ihm in den Jakob-Böhme-Bund geholt. Im Alter von zwanzig Jahren hielt der Musiker Hans Heinz Stuckenschmidt zu der ersten Ausstellung der Bildenden Kunst des Jakob-Böhme-Bundes 1921 den Vortrag „Über das Problem der neuen Musik”. Schon in jungen Jahren setzte sich Ludwig Kunz für das Kulturleben der Stadt Görlitz ein. Er gründete von der literarischen Sektion des Jakob-Böhme-Bundes ausgehend den Kulturkreis „Freie Gruppe Die Lebenden” und gab dazu 1923–1931 das Flugblatt „Die Lebenden” heraus. Der Titel betonte den Gegensatz zu den konservativen Geistern, die sich auf kanonische, verstorbene Künstler beriefen. So war es Leitfaden der Publikation, dass bereits anerkannte Literaten hier junge und talentierte, zuvor noch unbekannte Autoren vorstellten, die somit zugleich ihre ersten Arbeiten publizieren konnten. Das zweite offene Plenum des Jacob Böhme Bundes soll sich der Frage widmen, wie für junge Künstler in Polen und Deutschland wieder ein förderndes geistiges und künstlerisches Klima entstehen könnte, wie dieses vor hundert Jahren in Görlitz bereits schon einmal existierte. Die Veranstaltung richtet sich an junge Teilnehmer, die ihre Ideen einbringen wollen, sowie an Ältere, die Erfahrung und Rat teilen möchten.


Interview: DIE SUCHENDEN Die Kunst des Jakob-Böhme-Bundes (1920–1924)

»Die Ziele des Jakob-Böhme-Bundes spiegeln Sehnsüchte wider, die man zum Teil auch in der Gegenwart wiederfindet«

 

Kurator und Kunsthistoriker Kai Wenzel im Gespräch zur Sonderausstellung von 2024 »Die Suchenden. Die Kunst des Jakob-Böhme-Bundes«